Handel aktuell

Handel aktuell2020-03-25T11:59:00+00:00

Wichtige Informationen zur Coronakrise für den Handel

Auf den überwiegenden Teil des Einzelhandels – ob Kleinbetrieb oder Großunternehmen – hat die Coronakrise katastrophale Auswirkungen.
Unter dem Link https://einzelhandel.de/coronavirus
stellt der Handelsverband Deutschland wichtige Informationen zu dieser Krise zusammen, die sowohl allgemeine als auch branchenspezifische Fragestellungen beantworten. Hiermit möchte er einen Beitrag zur sachlichen Information und Aufklärung leisten. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert.
Auch die in Marktgebiet der Glasversicherung NRW ansässigen regionale Handelsverbände informieren ihre Mitglieder unter den Homepages
https://wm.hv-nrw.de/corona/ (Geschäftsstellen in Dortmund und Münster)
https://www.hv-suedwestfalen.de/ (Geschäftsstelle in Arnsberg)
https://www.handelsverband-nrw.de/corona/ (Geschäftsstelle in Düsseldorf)

Coronakrise: Acht-Punkte-Programm für den Einzelhandel
Handel verliert jeden Tag 1,15 Milliarden Euro

Aufgrund der Corona-Epidemie dürfen viele Geschäfte nicht mehr öffnen. Dadurch verliert der Einzelhandel -egal ob große oder kleine Unternehmen- jeden Tag Umsätze in Höhe von rund 1,15 Milliarden Euro. Gleichzeitig sehen sich die Lebensmittelhändler mit ungewöhnlich großem Kundenaufkommen und logistischen Herausforderungen konfrontiert. Um die Corona-Krise und deren Folgen meistern zu können formulierte der Handelsverband Deutschland jetzt ein 8-Punkte Programm für seine Erwartungen an die Politik.

1. Bundesweit einheitlichen Rechtsrahmen setzen
Der Föderalismus kommt an seine Grenzen, wo er eine einheitliche Krisenbewältigung behindert. Die national tätigen Unternehmen benötigen einen einheitlichen Rechtsrahmen, um die Vorgaben zur Bekämpfung der Corona-Krise in ihren Unternehmen umsetzen zu können. Unterschiedliche gesetzliche Vorgaben in den Bundesländern und unterschiedliche Umsetzungen in Städten, Landkreisen und Kommunen insbesondere bei Zugangsregelungen zu offenen Geschäften und Hygienebestimmungen führen zu einem Chaos in der Umsetzung und sind für die Unternehmen nicht mehr überschaubar.

2. Liquidität durch Soforthilfen sicherstellen
Der Staat muss dem mittelständischen Fachhandel Soforthilfen in Form von Direktzuschüssen gewähren, damit die Liquidität bei den von den Geschäftsschließungen betroffenen mittelständischen Betrieben gewahrt bleibt. Diese Direktzuschüsse sollten von den Finanzämtern ausgezahlt werden. Denn diese verfügen über alle nötigen Daten wie Unternehmensdaten und Bankverbindungen.

3. Steuern, Gebühren und Sozialversicherungsbeiträge stunden
Fällige Steuern, Gebühren und Sozialversicherungsbeiträge sollten für mindestens sechs Monate zinslos gestundet werden.

4. Unternehmen für Vermögensschäden entschädigen
Die von den staatlich verfügten Geschäftsschließungen betroffenen Unternehmen müssen für die erlittenen Vermögensschäden entschädigt werden. Eine gesetzliche Grundlage könnte das Infektionsschutzgesetz sein.

5. Gewerbemieten des Handels aussetzen
Die Händler brauchen während der Schließungen ihrer Betriebe eine Aussetzung der Gewerbemieten und Reduzierung der Miete auf die laufenden Betriebskosten. Außerdem sollte den Handelsmietern zusätzlich die Stundung dieser Kosten ermöglicht werden. Die bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten des Mieters, eine Anpassung des Mietvertrags wegen Störung der Geschäftsgrundlage gemäß § 313 BGB durchzusetzen, dürfen dadurch in keiner Weise beeinträchtigt werden.

6. Unbürokratische Arbeitnehmerüberlassung ermöglichen, Arbeitszeitgesetz liberalisieren und Einkommensgrenze für geringfügig Beschäftigte anheben
Arbeitnehmer, die wegen Geschäftsschließungen zurzeit ohne Tätigkeit sind, sollen unbürokratisch an Handelsunternehmen ausgeliehen werden können, die dringenden Bedarf an weiteren Arbeitnehmern haben.
Zudem muss die zulässige tägliche Höchstarbeitszeit im Arbeitszeitgesetz umgehend bundesweit aufgehoben und die Einkommensgrenze für geringfügig Beschäftigte von aktuell 450 € befristet auf 1000 € angehoben werden, damit in dieser Krisensituation der erhöhte Arbeitsaufwand in der Logistik sowie den geöffneten Geschäften bewältigt und die Bevölkerung insbesondere mit Lebensmitteln versorgt werden kann

7. Flächendeckende Logistik erleichtern
Die Umsetzung von Sondergenehmigungen für Lastkraftwagen für Fahrten und Belieferungen am Sonntag muss einheitlich für Deutschland geregelt werden. Derzeit existieren in den Bundesländern unterschiedliche Regeln, die Lastkraftwagen müssen aber meist durch mehrere Bundesländer fahren. Die Post- und Paketzustellung sollte in diese Sondergenehmigungen einbezogen werden, um das Transportvolumen gleichmäßiger zu verteilen.

8. Grenzüberschreitende Arbeitnehmerfreizügigkeit und freien Warenverkehr gewährleisten
Auswirkungen auf Berufspendler müssen so gering wie möglich gehalten werden. Arbeitnehmer aus europäischen Nachbarländern müssen zur Arbeit kommen können, da sie für die Aufrechterhaltung der Betriebstätigkeit vieler Handelsunternehmen und Logistiker unabdingbar sind.
Der freie Warenverkehr in Europa ist ein zentraler Bestandteil der Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen Lebens. Derzeit verhindern infolge von Grenzkontrollen kilometerlange Staus die schnelle Abwicklung von Transporten. Die Staats- und Regierungschefs müssen sich unmittelbar auf Wege für eine funktionierende Schnellabfertigung einigen.

Quelle: Handelsverband Deutschland

Die beliebtesten Einzelhändler der Deutschen

Die beiden Spitzenplätze gehen an den stationären Einzelhandel
In seinem aktuellen Newsletter weist der Handelsverband Westfalen-Münsterland www.wm.hv-nrw.de  auf die folgende Veröffentlichung des Portals www.zukunftdeseinkaufens.de hin:
Das wachsende Nachhaltigkeitsbewusstsein der Konsumenten beeinflusst immer stärker die Beurteilung von Händlern. In Zeiten des wachsenden Online-Einkaufs gewinnt das stationäre Geschäft wieder an Bedeutung – denn Konsumenten sehnen sich nach Einkaufserlebnissen, die nur der stationäre Handel bietet. Hornbach und Alnatura finden sich erstmals unter den Top 10 der beliebtesten Einzelhändler der Deutschen. Dies sind die zentralen Ergebnisse des aktuellen „Einzelhandel-Index“ der internationalen Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants.
Die Spitzenplätze gehen in diesem Jahr an die Drogeriemärkte dm und Rossmann. Beide Konkurrenten punkten in den Dimensionen „Vertrauen“ und „Preis-Leistungs-Wahrnehmung“. Primus dm landet zudem in den Kategorien „Einkaufsatmosphäre“ und „Produktqualität“ unter den Top 10.
Durch die insgesamt hohe Kundenzufriedenheit verweisen die Drogeriemarktketten Amazon.de dieses Jahr nur auf den dritten Rang. Der Online-Versandhändler bleibt in Sachen „Produktauswahl“ das Maß der Dinge und schneidet auch in den Kategorien „Convenience“, „Vertrauen“, „Kundenservice“ und „Einkaufsatmosphäre“ gut ab. Amazons zentrale Herausforderung besteht jedoch zunehmend darin, bei stetig wachsender Produktauswahl für den Kunden mit maßgeschneiderten Angeboten relevant zu bleiben.
Quelle: Zukunft des Einkaufens

Lebensmittel zu billig?

Bei den Bauernprotesten in den vergangenen Monaten wurde auch kritisiert, dass Lebensmittel in Deutschland zu billig seien. Daraufhin lud Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3.2. 2020 Vertreter der Lebensmittelbranche zu einem Gespräch ein, bei dem sie die Auffassung vertrat, dass es nicht darum gehe staatlich verordnete Mindestpreise aufzuoktroyieren. Vielmehr, so Merkel, müssten faire Beziehungen zwischen den Akteuren bei der Produktion der Lebensmittel erreicht werden. Es gehe darum, gute Lebensmittel zu verkaufen und dafür zu sorgen, dass Landwirte „auskömmlich“ ihr Geld verdienten.

Laut Handelsverband Deutschland bewerteten die bei diesem Gespräch anwesenden Verbandspräsidenten des deutschen Lebensmittelhandels das Spitzengespräch zur Stellung der Landwirtschaft in der Wertschöpfungskette als konstruktiven Austausch und guten Auftakt für weitere Gespräche.
Laut Friedhelm Dornseifer, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) „wurde bisher immer nur über den Lebensmittelhandel gesprochen, aber nicht mit uns. Uns war wichtig, die Bedeutung marktwirtschaftlicher Wirkungsmechanismen zu betonen und die tatsächlichen Beziehungen zwischen Landwirtschaft und Lebensmittelhandel zu beleuchten“, so Dornseifer.
Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), wandte sich erneut gegen Forderungen nach staatlichen Eingriffen bei der Preissetzung für Lebensmittel. „Einschränkungen der Preissetzungsfreiheit sind grundsätzlich immer zum Nachteil der Verbraucher und führen zu höheren Preisen.“
Beide Präsidenten bekräftigten aber auch die Bereitschaft des Handels, den Anteil regionaler Produkte zu steigern. Der Handel sei auf gesunde bäuerliche Strukturen angewiesen und zur Mitarbeit in einer Zukunftskommission Landwirtschaft bereit. Für die strukturellen Probleme der Landwirtschaft sei der Handel aber nicht verantwortlich. Sie forderten die Bundesregierung und die Abgeordneten des Bundestages auf, zu einem sachlichen Dialog mit dem Lebensmittelhandel zurückzukehren.

Handelsverband: Appell zur Rettung der Innenstädte

Angesichts von immer weiter sinkenden Kundenfrequenzen und der zunehmenden Verödung von Innenstädten fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) mehr Engagement von Politik und Gesellschaft für lebenswerte Stadtzentren. In einem Appell an Bundesminister Horst Seehofer stellt der HDE elf zentrale Forderungen zur Rettung der Innenstädte vor.
Vor allem mittelständische Handelsunternehmen berichten seit Jahren, dass immer weniger Kunden den Weg in die Innenstädte finden. Die Folge-Probleme zeigen Zahlen des Handelsforschungsinstituts IFH Köln, wonach sich allein in den letzten fünf Jahren die Zahl der Standorte im deutschen Einzelhandel um rund 29.000 verringert hat. „Die Probleme der Händler bringen ganze Innenstädte ins Wanken. Wo der Handel stirbt, sterben Stadtzentren und Dorfgemeinschaften“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in einem Brief an Bundesminister Horst Seehofer. Weiter heißt es in dem Schreiben: „Wenn vitale und attraktive Stadtzentren ein gesellschaftlicher Wert für unser Gemeinwesen sind, dann müssen auch alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um die Innenstädte zu erhalten. Der Handel braucht die richtigen Rahmenbedingungen, um seine zentrale Aufgabe als Versorger der Bevölkerung und Frequenzbringer der Stadtzentren weiterhin erfolgreich erfüllen zu können.“
In seinem Elf-Punkte-Plan für attraktive Innenstädte macht der HDE deshalb die für den Handel entscheidenden Handlungsfelder deutlich. Dabei geht es um den Ausbau der digitalen Infrastruktur, damit die Handelsunternehmen die Digitalisierung für sich nutzen und die Kunden mit innovativen Serviceleistungen von sich überzeugen können. Außerdem steht die Erreichbarkeit der Stadtzentren im Fokus. Hier setzt der HDE auf die Einführung neuer Logistik- und Verkehrskonzepte, wie beispielsweise Erleichterungen bei Genehmigungen für die nächtliche Warenanlieferung, um den Verkehr zu entzerren. Darüber hinaus ruft der Handelsverband angesichts oft zu starrer und zu hoher Mieten die Vermieter von Ladenlokalen zu einer neuen Partnerschaft auf, um Leerstände zu vermeiden. Um das positive Einkaufserlebnis und eine angenehme Atmosphäre in den Innenstädten zu stärken, sieht der HDE die Kommunen in der Pflicht, Baukultur und Städtebau stärker zu berücksichtigen. Und um mehr Kunden mit Events in die Städte zu locken, soll zudem die Genehmigungspraxis für die gelegentliche Sonntagsöffnung reformiert und verlässlicher werden. Genth: „Die Politik muss jetzt die Weichen richtig stellen, um den Handel in der gesamten Fläche als Innenstadt- und Heimatpfleger zu erhalten.“
Den Elf-Punkte-Plan des HDE finden Sie unter: www.einzelhandel.de/innenstadt
Quelle: HDE

Endspurt im Weihnachtsgeschäft

Insgesamt rechnet der HDE in diesem Jahr in den beiden Monaten November und Dezember mit einem Umsatzplus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit übersteigen die Umsätze im Weihnachtsgeschäft in Deutschland erstmals die 100 Milliarden Euro-Grenze. Auf den Online-Handel entfallen davon rund 15 Milliarden Euro. Allein für Geschenke wollen die Verbraucher dabei online und stationär mehr als 20 Milliarden Euro ausgeben. Im Durchschnitt beschenkt zu Weihnachten jeder Konsument acht Personen. Besonders beliebt sind Geldgeschenke, Gutscheine, Elektroartikel und Spielwaren.
Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel reichte jedoch in den Tagen vor dem dritten Advent nicht an das gute Niveau der Vorwoche heran. Die Die Branche blickt nun mit hohen Erwartungen auf die Zeit um den vierten Advent, die für viele stationäre Händler die umsatzstärkste Zeit des Jahres ist. Eine Umfrage des Handelsverbandes NRW Rheinland e.V. zeigt, dass die Händlerschaft im Verbandsgebiet erwartet, dass sich am kommenden vierten Adventwochenende und bis Heiligabend der bisher insgesamt positive Umsatztrend fortsetzt. Dabei wird es laut Handelsverband wesentlich darauf ankommen, die Kunden durch zusätzliche Aktionen (Weihnachtsmärkte, verkaufsoffenen Sonntage, Weihnachtsverlosung etc.) weiterhin in die Fußgängerzonen zu locken. Dabei setzen viele der befragten Händler, insbesondere im Schmuck und hochwertigen Textilbereich, darauf, dass das Schenken immer mehr zur Sache von „Paar-Shoppern“ als Freizeitgestaltung wird.
Quellen: HDE und Handelsverband NRW Rheinland e.V
Mehr Informationen zum Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel unter www.einzelhandel.de/weihnachten.

Online-Shopping
Black Friday & Cyber Monday – hohe Bekanntheit und zunehmende Nutzung

Immer mehr Kunden in Deutschland gehen an Black Friday und Cyber Monday gezielt auf Schnäppchenjagd. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von 3,1 Milliarden an diesen beiden Tagen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 22 Prozent.
Nur noch sechs Prozent der Onlineshopper kennen den Black Friday nicht. Auch die Käufe an den Aktionstagen nehmen weiter zu. Rund 30 Prozent der deutschen Onlineshopper geben an, den Black Friday im letzten Jahr stationär oder online für preisreduzierte Produktkäufe genutzt zu haben – ein Anstieg um sieben Prozentpunkte. Den Cyber Monday nutzten 19 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. An den Aktionstagen 2019 wächst die Zahl der Nutzer voraussichtlich erneut. Denn dann wollen 33 Prozent der Onlineshopper am Black Friday günstig einkaufen, 23 Prozent am Cyber Monday – wieder drei bzw. vier Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor.
Die zunehmende Beliebtheit von Black Friday und Cyber Monday lässt auch die Umsätze weiter deutlich wachsen. Die Ausgaben der Onlineshopper erreichten 2018 bei beiden Aktionen zusammen in Deutschland ein Volumen von 2,5 Mrd. Euro. 22 Prozent betrug das Wachstum im vergangenen Jahr – ein ähnlicher Wert ist auch 2019 zu erwarten. Dann könnte ein Umsatzvolumen von rund 3,1 Mrd. Euro erzielt werden.
Schon die zeitliche Nähe von Black Friday und Cyber Monday zu Weihnachten spricht dafür, dass diese Aktionen auch für Weihnachtseinkäufe genutzt werden. Fast zwei Drittel der Onlineshopper, die den Black Friday für Einkäufe nutzen, tätigen bei diesem Anlass auch schon Weihnachtseinkäufe. Bei diesen Onlineshoppern entfällt dann sogar mehr als die Hälfte der Ausgaben auf Weihnachtseinkäufe. Etwas weniger intensiv wird der Cyber Monday für Weihnachteinkäufe genutzt.
Mehr Informationen und Zahlen unter www.einzelhandel.de/weihnachten
Quelle: HDE

Weihnachtsgeschäft: 3,2 Prozent mehr Umsatz im Einzelhandel

Bisher hatte der Handelsverband im Vorjahresvergleich ein Plus von zwei Prozent vorhergesagt. Da aber die allgemeine Konjunktureintrübung bisher keine Auswirkungen auf die Verbraucherstimmung zeigt, geht der HDE nun von einem Plus von 3,2 Prozent aus.
Damit steigen die Umsätze im Einzelhandel (Online und stationär) im Weihnachtsgeschäft gegenüber dem Vorjahr um drei Milliarden Euro und erreichen in November und Dezember die 100-Milliarden-Euro-Marke. Die Online-Umsätze werden im Weihnachtsgeschäft bei knapp 15 Milliarden Euro liegen, was im Vorjahresvergleich einem Plus von knapp elf Prozent entspricht.
Die aktuelle HDE-Trendbefragung bei 250 Einzelhandelsunternehmen zeigt aber auch: Die Erwartungen der Handelsunternehmen an den Jahresendspurt sind sehr unterschiedlich. „Kleinere Unternehmen sind deutlich zurückhaltender, während größere Händler mehrheitlich von besseren Geschäften als im Vorjahr ausgehen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der stationäre Handel erzielt fast ein Fünftel, der Internethandel etwas mehr als ein Viertel seines Jahresumsatzes in November und Dezember. Die Verbraucher geben zu diesem Weihnachtsfest nach einer aktuellen Umfrage im Auftrag des HDE 20,5 Milliarden Euro für Geschenke aus. Die Geschenke stammen am häufigsten aus den Bereichen Lebensmittel, Spielwaren, Bücher/ Schreibwaren, Parfum/ Kosmetik und Elektroartikel. Am meisten ausgegeben wird für Geldgeschenke, Gutscheine und Spielzeug.
Angesichts der guten Verbraucherstimmung hebt der HDE auch seine Umsatz-Jahresprognose an. Bisher hatte der Handelsverband im Vorjahresvergleich ein Plus von zwei Prozent vorhergesagt. Da aber die allgemeine Konjunktureintrübung bisher keine Auswirkungen auf die Verbraucherstimmung zeigt, geht der HDE nun auch für das gesamte Jahr 2019 von einem Plus von 3,2 Prozent aus. Der Umsatz steigt demnach im Einzelhandel auf 543,7 Milliarden Euro.
Weitere Daten und Fakten unter www.einzelhandel.de/Weihnachten
Quelle: HDE

Handel bietet Unterstützung beim Aufbau von Ladesäulen an

Beim Autogipfel, der kürzlich stattgefunden hat, war beim Thema Elektromobilität die Verbesserung der Versorgung mit Ladesäulen ein wesentliches Thema. Hier bietet der Handelsverband Deutschland (HDE) jetzt die Unterstützung des Einzelhandels mit seinen Kundenparkplätzen beim Aufbau von E-Ladesäulen an.
„Der Einzelhandel könnte beim Aufbau von öffentlichen Ladepunkten schnell unterstützen. Allein der Lebensmitteleinzelhandel hat mit seinen 38.000 Standorten erhebliche Flächen, die potenziell ausgerüstet werden könnten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Am Montagabend wurde beschlossen, dass bis 2022 50.000 öffentliche Ladepunkte errichtet werden sollen.
Damit der Handel hier tätig werden kann, müssen aber noch entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden. „Wir brauchen Förderprogramme, die speziell auf die Bedürfnisse des Handels zugeschnitten sind. So muss der Handel die Möglichkeit bekommen, Förderanträge unbürokratisch und einfach zu stellen, um flächendeckend Ladeinfrastrukturprojekte anzustoßen“, so Genth weiter.
Quelle HDE

Positive Verbraucherstimmung trotz Konjunkturschwäche

Das Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) bleibt auch im November bei einem Indexwert von nahezu 100, der sich in den letzten 2 Jahren kaum verändert hat.
Trotz der gesamtwirtschaftlichen Wachstumsschwäche und der weiterhin angespannten geopolitischen Lage mit Zollkonflikten und dem Brexit-Drama bleibt die Stimmung der Verbraucher in Deutschland weiterhin stabil positiv. Gleichzeitig steigt im Vorfeld des Weihnachtsgeschäftes die Anschaffungsneigung.
Die Verbraucher erwarten zwar weiterhin keine Verbesserung der konjunkturellen Situation in Deutschland, fürchten dennoch nicht um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Deshalb bleibt auch die Einkommenserwartung von Krisen und Ängsten unberührt.
Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 2.000 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer bildet die erwartete Konsumstimmung in den kommenden drei Monaten ab.
Quelle HDE
Weitere Informationen unter: www.einzelhandel.de/konsumbarometer

Der aktuelle Versicherungstipp
KFZ-Flotten günstig versichern

Es ist Ihnen sicherlich bekannt: Wenn Sie die Kfz-Versicherung ordentlich kündigen wollen, haben Sie eine Kündigungsfrist von einem Monat zur Hauptfälligkeit Ihrer Versicherung. Bei den meisten Gesellschaften endet das Versicherungsjahr zum 31. Dezember. Stichtag ist also der 30. November. Diesen Anlass möchten wir nutzen, um Sie im Rahmen unseres aktuellen Versicherungstipps über KFZ-Flottenversicherungen zu informieren. Hier handelt es sich um eine einzige, aber umfassende Kfz-Police, die als Rahmenvertrag sämtliche Fahrzeuge eines Unternehmens abdeckt.
Flotten- bzw. Fuhrparkversicherungen werden für Betriebe und Selbstständige angeboten, die über eine bestimmte Mindestmenge von Kraftfahrzeugen verfügen. Die Prämien bei einer derartigen Versicherung sind günstiger, als wenn das Unternehmen separate Verträge für jedes Fahrzeug abschließen würde.
Der Versicherungsmakler Harald Römer bei dem mit uns kooperierenden Maklerbüro HHB Versicherungen weist darauf hin, dass es zwischenzeitlich diverse Möglichkeiten einer Flottenversicherung gibt, sogar schon ab 2 Fahrzeugen, was aus Sicht von Harald Römer aber nicht sinnvoll ist. Er weist auf einen Rahmenvertrag von HHB hin der, der auch für Handel und Dienstleister nutzbar ist. Weiterlesen… der vollständige Artikel als Pdf.

Schwächeres Wachstum des Online-Handels

Mit einer Steigerung von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (42,8 Mrd. Euro) befindet sich der deutsche E-Commerce-Markt zwar weiter auf konstantem Wachstumskurs, liegt aber unter den Vorjahreswerten. 2017 betrug die Umsatzsteigerung 8,1 Prozent, 2016 waren es sogar 11,5 Prozent,
berichten EHI und Statista.
Mit 40,3 Prozent (18,8 Mrd. Euro) erzielten 2018 die zehn größten Anbieter den höchsten Umsatzanteil. Die Top 100 erwirtschafteten sogar ein Umsatzanteil von 73,1 Prozent (33,6 Mrd. Euro). Ein durchschnittliches Umsatzwachstum von über 5 Prozent war nur bei den Top 100 festzustellen – im Vorjahr konnten sich darüber noch die Top-250-Onlinehändler freuen.
Der Trend, dass Händler zunehmend Marktplätze wie Amazon, Ebay oder Real als zusätzlichen Vertriebskanal für den Abverkauf ihrer Waren nutzen, setzt sich auch in diesem Jahr fort. Auf ebay.de waren in 2018 35 Prozent der Top-1.000-Onlineshops vertreten, in diesem Jahr sind es mit 37 Prozent schon etwas mehr. Amazon.de war 2018 bereits für 43 Prozent der Onlinehändler ein zusätzlicher Vertriebskanal. Heute ist es mit 47 Prozent sogar schon fast jeder Zweite der Top-1.000, der auf amazon.de seine Produkte zum Verkauf anbietet. Real.de ist als Onlineshop seit Jahren im Ranking. Erstmals konnte ermittelt werden, dass 9 Prozent der Onlinehändler über diesen Marktplatz ihre Produkte anbieten.

Artikel von www.GlasNRW.de vom 21.Oktober 2019

Der Westfälische Handelspreis 2019 geht an Michael Nau, „Buchhandlung Am Amtshaus“

Ein bedeutender Wirtschaftspreis wurde kürzlich an eine Dortmunder Buchhandlung verliehen. Michael Nau, der Inhaber der „Buchhandlung am Amtshaus“ in Dortmund Mengede erhielt den Westfälischen Handelspreises 2019. Er setzte sich gegen die mitnominierten Bewerber aus der Region Dortmund, Hamm und Kreis Unna durch.
Seit 2001 wird der Westfälische Handelspreis jährlich vom Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland, der Stiftung des Handels und der National Bank AG an Inhaber von Einzelhandelsunternehmen für herausragende Leistungen verliehen. Gleichzeitig wird damit auch auf die große gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung von inhabergeführten Fachgeschäften hingewiesen. Ausgerichtet wird die Preisverleihung des mit 5000,- EUR dotierten Preises von der National Bank Dortmund, der Stiftung des Handels und dem Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland.
Nach der filmisch begleiteten Präsentation aller Kandidaten verkündete Heinz-Herbert Dustmann, stellvertretender Vorsitzender des Handelsverbands NRW Westfalen-Münsterland, im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Westfälischen Industrieklub in Dortmund vor etwa 100 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung die Entscheidung der Jury. Er bezeichnete Michael Nau als einen vorbildlichen Unternehmer, der sich mit seinem Team in der hart umkämpften Buchhandelsbranche behauptet und die Menschen mit seiner durch viele innovative Ideen geprägten Geschäftspolitik begeistert. So hat er z.B. in den Mengeder Geschäften, sogar unterstützt durch die Polizei, nach dem Räuber Hotzenplotz suchen lassen. Gleichzeitig wird der Preisträger dem gesellschaftlichen Auftrag nach Bildung und Ausbildung gleich in doppelter Hinsicht gerecht: Einerseits wird regelmäßig ausgebildet– Andererseits werden Menschen aller Generationen– für das Lesen, eine der wichtigsten Kulturtechniken begeistert.

HDE-Prognose: Umsatzplus von zwei Prozent im Einzelhandel

Mittelständischer Einzelhandel profitiert kaum
Die Umsätze des Einzelhandels in Deutschland wachsen in diesem Jahr im Vergleich zu 2018 um zwei Prozent. Wachstumstreiber bleibt der Online-Handel. Die aktuelle Unternehmerumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 850 Betrieben aller Größen, Standorte und Vertriebskanäle zeigt aber, dass sich vor allem viele mittelständische Händler mit den Herausforderungen der Digitalisierung schwertun.
„Der Konsum trotzt der Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage, die Verbraucherstimmung ist weiterhin gut“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die HDE-Prognose für das laufende Jahr rechnet dementsprechend mit einem Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf dann rund 537 Milliarden Euro. Preisbereinigt wird das Umsatzplus rund 0,5% betragen. Dabei wächst der stationäre Einzelhandel um nominal 1,3%, während der Online-Handel seine Erlöse um rund 9% auf 57,8 Milliarden Euro erhöht. Damit steht der E-Commerce für fast die Hälfte des absoluten Jahreswachstums im Einzelhandel.
Laut Genth geht dabei der Aufwärtstrend der letzten Jahre am mittelständischen Einzelhandel in vielen Fällen vorbei u.a., weil die kleineren Unternehmen Schwierigkeiten haben, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern.
Quelle: HDE

Einkaufen zum Oktoberfest

Ausgehend vom Münchner Oktoberfest gehören örtliche Oktoberfeste, Mottopartys und andere Feste seit längerer Zeit zur deutschen Feierkultur. Daraus haben sich auch wichtige Impulse für den Einzelhandel, vor allem für den Textilhandel ergeben. Aber auch die Bereiche Schmuck und Accessoires und Schönheitspflege sowie Lebensmittel profitieren von der „fünften Jahreszeit“.

Laut einer vom Handelsverband Deutschland (HDE) in Auftrag gegebenen Umfrage betragen die Gesamtausgaben aus diesem Anlass ca 320 Mio Euro.

Rund vier Prozent der Befragten planen demnach in den Geschäften des stationären Handels oder im Internet gezielt Ausgaben zum Oktoberfest. Über ein Viertel davon investiert jedes Jahr in die fünfte Jahreszeit, ein knappes Drittel kauft 2019 erstmals zu diesem Anlass ein.

Quelle: Handelsverband Deutschland

HDE fordert vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags

21. August 2019
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Nach dem vorliegenden Gesetzentwurf soll der Solidaritätszuschlag weiterhin erhoben werden, wenn die tarifliche Einkommensteuer den Betrag von EUR 16.956 (ledig) übersteigt.
Damit würde ab einem zu versteuernden Einkommen von rund 62.000 Euro der Grenzsteuersatz von 42 auf 47 Prozent steigen (s. Grafik). Bei Kapitalgesellschaften soll der Soli sogar generell weiter erhoben werden. „Damit werden ertragsstarke Unternehmen entweder faktisch oder sogar per Gesetz von der Entlastung ausgeschlossen. Dies halten wir angesichts der im internationalen Vergleich sehr hohen Steuerbelastung für Unternehmen in Deutschland nicht für gerechtfertigt“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Die Unternehmen haben erheblich zu den Aufkommensrekorden in den vergangenen Jahren beigetragen und sollten nun auch an einer Entlastung teilhaben. Höchst zweifelhaft sei auch, ob die geplante Teilabschaffung einer verfassungsrechtlichen Überprüfung standhält, so Genth.

Handelsverband fordert schnelle Steuerentlastungen

Bund, Länder und Kommunen können bis zum Jahr 2022 mit über 60 Milliarden Euro mehr an Steuereinnahmen rechnen, als bei der letzten Schätzung vorhergesagt., Dies hat die aktuelle Steuerschätzung gezeigt.
Im Hinblick darauf fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bundesregierung zu raschen Maßnahmen zur Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen auf.
„Die Regierung muss jetzt liefern und zumindest die im Koalitionsvertrag versprochenen Entlastungen umsetzen. Für eine dauerhafte Stärkung der Kaufkraft sollte die Politik kleine und mittlere Einkommen noch mutiger entlasten als bisher vereinbart“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Es sei wichtig, sich nicht auf den guten Rahmenbedingungen auszuruhen, sondern die Wirtschaft krisenfest zu machen. Die im aktuellen HDE-Konsumbarometer sinkende Verbraucherstimmung sei ein erstes Warnsignal und eine klare Handlungsaufforderung an die Politik.
Die von den Koalitionären verabredeten Entlastungsmaßnahmen bei Steuern und Sozialabgaben gehen dabei nur teilweise in die richtige Richtung. Sanktjohanser: „Angesichts des hohen Überschusses ist kaum nachvollziehbar, warum man den Einkommensteuertarif nicht grundsätzlicher angehen will.“ Sich stattdessen darauf zu beschränken, den Solidaritätszuschlag für einen Teil der Steuerpflichtigen abzuschaffen – und das auch erst ab 2021 – sei einfach zu zaghaft.